Supermoto IDM - Finale in Harsewinkel PDF Drucken E-Mail
Donnerstag, den 08. Oktober 2009 um 08:22 Uhr

Am Wochenende vom 03.-04.10.2009 gastierte die Internationale Deutsche Supermoto Meisterschaft zum großen Finale der Saison 2009 zum zweiten Mal in Harsewinkel. Eigentlich wäre an diesem Wochenende Saarbrücken auf dem Terminkalender gestanden, dieses Rennen konnte allerdings aus organisatorischen Gründen nicht stattfinden. So erklärte sich der MSC Harsewinkel spontan dazu bereit neben dem Finale des Deutschen Supermoto Pokals auch gleichzeitig den Showdown der Internationalen Deutschen Supermoto Meisterschaft auszurichten.

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S1
In der S1 war schon nach wenigen Rennen klar, dass der Titelkampf zwischen drei Fahrern ausgetragen wird. Petr Vorlicek, Rekordmeister Jürgen Künzel und dem Jungen Franzosen  Romain Febvre in seiner ersten Saison in der Königsklasse.
Dennoch ging Vorlicek mit einem relativ komfortablen Vorsprung von 20 Punkten vor dem Zweitplazierten Künzel und 23 Punkten vor dem drittplazierten Febvre ins Rennen.
Eine Besonderheit gab es ebenfalls an diesem Wochenende, der immer noch amtierende S1 Weltmeister Bernd Hiemer trat nach langer Verletzungspause als Gaststarter an.

Vorlicek genügten ein vierter Platz im ersten Lauf und ein sechster Platz im zweiten Lauf um den Titel zu erringen. Künzel konnte den Vorsprung mit zwei dritten Plätzen nur auf 14 Punkte verkürzen und muss sich mit dem Vizetitel begnügen. Auf Platz drei in der Meisterschaft gab es eine Überraschung. Michi Herrmann konnte seine Topform aus Freiburg mit zwei Laufsiegen in Harsewinkel bestätigen und somit noch an Febvre vorbeiziehen. Der junge Franzose war dem Druck offensichtlich noch nicht gewachsen und ging nach Stürzen in beiden Läufen im ersten Lauf als sechster im zweiten Lauf auf dem Letzten Platz durchs Ziel. Febvre belegte somit den vierten.
Glückwunsch an den frisch gebackenen Meister der S1, Petr Vorlicek.


S2
In der S2 waren die Karten vor dem Rennwochenende in Freiburg klar gemischt. Mauno Hermunen schien unbezwingbar und konnte alle Rennen für sich entscheiden, Jochen Jasinski war jedes Mal zweiter. Allerdings musste Hermunen wegen dem wirren WM-Terminkalender um den WM-Titel in Andorra statt dem DM-Titel in Freiburg kämpfen. So fuhr Jasinski nach zwei Siegen in Freiburg mit 20 Punkten Vorsprung nach Harsewinkel. Nico Joannidis konnte sich in Freiburg nach zwei souveränen Podestplätzen bis auf sechs Punkte an Michael Wagner, den viertplazierten der Meisterschaft heran kämpfen.

Harsewinkel 2009 Finale - Siegerehrung S2






















Wie nicht anders zu erwarten hieß der Sieger in beiden Läufen wieder einmal Mauno Hermunen.
Der Weltklasse Fahrer, der "nebenher" noch in der S1 WM Gesamtwertung auf Platz zwei liegt konnte somit bei all seinen Starts als erster durchs Ziel gehen. Meister wurde trotzdem ein anderer.
Jochen Jasinski reichten ein zweiter Platz im ersten und ein dritter Platz im zweiten Lauf um mit 12 Punkten Vorsprung neuer S2 Meister zu werden. Herzlichen Glückwunsch an dieser Stelle an Jochen Jasinski.
Nico Joannidis zeigte an diesem Wochenende seine beste Saisonleistung. So konnte er bereits im Zeittraining bereits den zweiten Startplatz erringen, obwohl er auf Grund von Bremsproblemen nur wenige Runden drehen konnte. Im ersten Lauf fuhr Nico souverän auf den dritten Platz. Im zweiten Lauf konnte ihn auch ein Sturz, mit zwischenzeitlichem Rückfall auf Platz sechs, nicht davon abhalten auch noch den späteren Meister Jasinski zu schlagen und somit den zweiten Platz hinter Hermunen einzunehmen. Nico konnte durch diese Topleistung noch den vierten Platz in der Meisterschaft erringen. Der drittplazierte Manolito Welink war leider unerreichbar, da Nico während der Saison mit Ausfällen zu kämpfen hatte.

 

Superfinale
Im Superfinale ging es diesmal besonders hart zur Sache. Jürgen Künzel gab noch einmal alles und konnte wenigstens einen Sieg an diesem Wochenende einfahren, dicht gefolgt von Michi Herrmann auf Platz zwei und Petr Vorlicek auf Platz drei.
Marcus Class war besonders aggressiv unterwegs und schoss zuerst Bernd Hiemer ab der sich mit heftigen Tritten auf den am Boden liegenden Class revanchierte. Einerseits konnte man Hiemers Frust verstehen, wurde er doch im zweiten Lauf der S1 schon von Febvre abgeschossen, andererseits ist ein solches Verhalten nicht gerade weltmeisterlich, jungen und heißblütigen Fahrern wie Class muss man einfach noch den ein oder anderen Fehler zugestehen.
Später war ihm dann noch Nico Joannidis im weg, den er ebenfalls abschoss.
Doch konnte Nico trotz erneutem Rückschlag, beweisen das er nach einer lehrreichen Saison auch bei den S1 Fahrern mithalten kann und noch den fünften Platz erringen.

 

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